IARF EME Regional Conference 22-25 August 2016, Tetovo FYR Macedonia

EME Regional Conference 2016
Wytske Dijstra (links) folgte der Einladung der Bektashi in Mazedonien an den Tisch des Dedebaba (Abt).
Wolfgang Jantz, Unitarier, Annelies Trenning, IARF, Fatime Sulejmani, Bektashi, und Wytske Dijstra, IARF, auf dem Unitariertag 2015.
Annelies Trenning und Wytske Dijstra stellen das Buch „A Light of Guidance“ von Arben Sulejmani vor.
Neben Besuchern aus vielen Ländern Europas durfte der Unitariertag 2015 auch eine Vertreterin des Bektashi-Ordens, Fatime Sulejmani, begrüßen (ganz rechts).
Brücke der Religionen: Fatime Sulejmani macht aufmerksam auf die Bektashi und ihre Lebenssituation zwischen Islam und Christentum (Unitariertag 2015 in Worms). Kontakt: [email protected]; Kaiserwall 9, 45657 Recklinghausen

Die Regionalkonferenz Europa und Mittlerer Osten (Europe and Middle East, kurz: EME) der IARF (International Association of Religious Freedom) findet in diesem Jahr 2016 vom 22. bis 25. August in Tetovo, Republik Mazedonien, statt. Gastgeber sind der Bektashi-Orden in Zusammenarbeit mit dem European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR). Die Regionalkonferenz findet alle vier Jahre statt und beschäftigt sich diesmal mit dem Thema:

Religion und Konfliktprävention

Das Programm und die Anmeldemöglichkeit finden Sie hier:

https://iarf.net/eme-regional-conference-2016-programme-and-registration

Oder Sie senden das ausgefüllte Formular an luke@iarf.net.

Achtung: Teilnehmer aus Deutschland können sich um Kostenzuschüsse bewerben bei der DMi, der deutschen Regionalgruppe der IARF.

Kontakt: Pascal Schilling, p.schilling@freireligioese-offenbach.de

oder: Wolfgang Jantz [email protected]

Der Bektashi-Orden in Mazedonien
An der Schnittstelle von Orient und Okzident, aus der Begegnung von Christentum und Islam, hat sich auf dem Balkan eine eigene Lebens-, Kultur- und Religionsvorstellung entwickelt: Der Bektashi-Orden. Die Bektashi verstehen sich eher als Glaubensrichtung und formieren sich erst nach und nach als feste Konfession, die von mönchsähnlich lebenden Derwischen geleitet wird. Sie lehren einen toleranten Islam und widersetzen sich der Vereinnahmung durch eine große Konfession.
Erst seit Kurzem sind die Bektashi Mitglied beim IARF. Wytske Dijstra, die Vorsitzende der IARF Regional Gruppe Europa und mittlerer Osten, und Annelies Trenning vom Niederländischen Chapter haben unsere neuen Freunde in Mazedonien besucht.

Das ECCHR
Das European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) ist eine gemeinnützige und unabhängige Menschenrechtsorganisation mit Sitz in Berlin. Sie wurde 2007 von einer kleinen Gruppe renommierter Menschenrechtsanwälte gegründet, um die Menschenrechte, die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie anderen Menschenrechtsdeklarationen und nationalen Verfassungen garantiert werden, mit juristischen Mitteln zu schützen und durchzusetzen. Dabei fühlen wir uns dem kreativen und effektiven Gebrauch des Rechts als Motor für gesellschaftliche und soziale Veränderungen verpflichtet. Das ECCHR will Menschenrechtsanwälte und Menschenrechtsaktivisten weltweit besser vernetzen, um ihr Wissen und ihre Erfahrung im Kampf um Menschenrechte auszutauschen und gemeinsam Strategien über die Grenzen hinweg zu entwickeln. http://www.ecchr.eu/de/home.html

 

 

 

34. IARF-Weltkongress vom 24. bis 27. August 2014 in Birmingham

Chamberlain clock tower

 

Der 34. IARF-Weltkongress findet vom 24. bis 27. August 2014 in Birmingham (Großbritannien) unter dem Motto „Challenges for Religious Freedom in the Digital Age“ statt. Dieser IARF-Weltkongress dürfte wieder eine spannende, glaubensübergreifende Veranstaltung werden, die wichtige Einblicke in Religion und Kultur verschafft. Das Eingangsreferat wird Karen Armstrong halten, eine der renommiertesten Religionswissenschaftlerinnen, die bekannt ist als provokante Querdenkerin.

Es wird auch ein Ausflugsprogramm angeboten. Z.B. in die nahe gelegene Geburtsstadt von Shakespeare Stratford upon Avon.

https://iarf.net/

 

Kongress der IALRW vom 20. bis 23. August 2014 in Birmingham

Die Internationale Frauen Vereinigung der IARF - THE INTERNATIONAL ASSOCIATION OF LIBERAL RELIGIOUS WOMEN (IALRW)

lädt zum Kongress der vom 20. bis 23. August in Birmingham ein.


Thema: Raising Our Voices for Change to word a Sustainable World  - Wir erheben unsere Stimmen für eine nachhaltigere Welt.

 

Barbara Beach, eine der herausragenden Persönlichkeiten der amerikanischen Unitarier, wird auch als Rednerin ihre Stimme erheben. Die Internationale Vereinigung der Liberalen Religiösen Frauen (IALRW) ist eine der ältesten internationalen Frauenorganisationen in der ganzen Welt. Der Verband wurde zum ersten Mal im Jahr 1910 in Berlin einberufen, und ist seit dieser Zeit ein weltweiter Kommunikationskanal liberal-religiöser Frauen, die ein Leben in Frieden und Harmonie anstreben. Die IALRW ist Mitgliedergruppe der IARF und hat einen Sitz im Council.

http://www.ialrw.org/

 

 

Gute Nachrichten aus dem Mittleren Osten - Fastenbrechen in Beir Safafa

Am Dienstag, den 15. Juli 2014, hatten wir, wie fast jedes Jahr seit 2004, ein Treffen zu einem gemeinsamen Abendessen um das muslimische Ramadan-Fasten sowie das jüdische Fasten, das sich auf den 17. Tammus bezieht, gemeinsam zu beenden. Dutzende Menschen gesellten sich zu uns – meist Juden und Muslime, aber auch Christen – in einem schönen Restaurant in der Ortschaft Beit Safafa, mit einem herrlichen  Ausblick auf Jerusalem bei Nacht.
Das Iftar ist immer eine große Chance für die Menschen der verschiedenen Gruppen, sich zu treffen, alte Freunde wiederzusehen und neue Freunde zu gewinnen, entspannte Gespräche über gutes Essen zu führen und so das Zusammensein zu feiern. Das haben wir schon erreicht.
Dieses Jahr hatten wir alle das Gefühl, dass Iftar eine zusätzliche Bedeutung bekommt. Es fand statt, während im ganzen Land Kriegshandlungen im Gange waren, und es erforderte eine gewisse Entschlossenheit, um das Treffen ungeachtet der Angst und der Frustration unter diesen besonderen Umständen abzuhalten.
In diesem Zusammenhang und auch weil so viele Menschen kamen, lag in unserem Treffen eine besondere Botschaft. Wir verpflichteten uns, uns nicht von gegenwärtigen Strömungen beeinflussen zu lassen, sondern weiter daran zu arbeiten, den Strom selbst umzukehren, bis er in die Richtung fließt, in die er fließen sollte: bis wir alle erkennen, dass wir Brüder sind und dass unser aller Wohlergehen voneinander abhängt.
Wir gaben diese klare Botschaft, ohne ausdrücklich die „Situation“ zu erwähnen. Wir erlaubten  uns selbst nicht,  uns von der Gegenwart gefangen nehmen zu lassen. Wir beharrten jedoch darauf, unsere Ideen für eine bessere Zukunft verstärkt weiterzuverbreiten, wie wir es normalerweise tun.
Wir appellieren an Sie, die Sie diese Zeilen lesen, sich uns anzuschließen. Wo Sie auch sind – Sie können ein aktiver Teil der Interfaith Encounter Association und ihrer Arbeit werden. Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf und wir werden Ihnen gerne sagen, wie Sie unser Anliegen unterstützen können: www.interfaith-encounter.org
Nachdem wir zusammen gegessen hatten, versammelten wir uns um einen großen Tisch mit Kaffee und Süßigkeiten und teilten unsere Erfahrungen, die wir während des Fastens gemacht hatten. Es ging um soziale Fragen, wie die Stärkung der Familienbeziehungen, Armutserfahrungen, aber auch um persönliche Erlebnisse, um die Gelegenheit, eine Pause vom  Alltagsleben zu nehmen, aber auch um sich über die Gründe des Fastens klar zu werden und darüber nachzudenken oder um sich an den Ursprung des Fastens zu erinnern (die Übergabe des Koran im Islam, im Judentum die Zerstörung des zweiten Tempels in Jerusalem).
Die Menschen teilten auch mit, was sie an diesem Tag erlebt hatten, einige waren ganz in die Schwierigkeiten des Fastens eingetaucht, einige waren in der Lage zu reflektieren, einige fasteten, ohne es zu bemerken, und manche fasteten überhaupt nicht … Es gab auch eine Person, die in der Regel nicht fastet, aber am Vortag des Iftar gefastet hat, um die Erfahrung des Fastenbrechens zu erleben.
Wir  danken ganz herzlich Frau Yael Gianyan, Vorstandsvorsitzende der IEA, und Herrn Salah Alladin, Stellvertretender Direktor der IEA, für die Organisation dieser bedeutungsvollen  und erfolgreichen Veranstaltung.
Dr. Yehuda Stolov, Geschäftsführender Direktor der Interfaith Encounter Association
Mail:     [email protected]

Mr. Salah Alladin, Stellvertretender Direktor



Was geschah am 17. Tammus?


Die historischen Geschehnisse des 17. Tammus beziehen sich auf Ereignisse, die am 9. Aw ihren Höhepunkt erreichten. So wurde sowohl bei der Belagerung Jerusalems durch Nebukadnezar im Jahr 586 vor der Zeitrechnung als auch bei der Eroberung durch die Römer unter Kaiser Titus im Jahr 70 nach der Zeitrechnung am 17. Tammus eine entscheidende Bresche in die Stadtmauer geschlagen, wodurch die Zerstörung des jeweiligen Tempels erst ermöglicht wurde. Des Weiteren entdeckte Moscheh (Moses) am 17. Tammus, dass sein Volk während seiner 40-tägigen Abwesenheit auf dem Berg Sinai ein Goldenes Kalbe errichtet hatte und es umtanzte, worauf er die empfangenen Gesetzestafeln zerbrach. Weitere Ereignisse in der jüdischen Geschichte, die dem 17. Tammus zugeschriebene werden, sind das Aufstellen eines Götzenbildes im Tempel und die erstmalige Verbrennung einer Tora-Rolle durch einen griechischen Offizier (Apostomos?).

Bericht über das Fastenbrechen (Iftar) Englische Fassung des vorstehenden Artikels

On Tuesday, 15 July 2014 we held, as we do nearly every year since 2004, a dinner encounter of jointly breaking the Muslim Ramadan fast and the Jewish fast of 17 Tamuz. Dozens of people joined us – mostly Jews and Muslims but also Christian – in the beautiful restaurant in the village of Beit Safafa, overlooking the magnificent sight of Jerusalem at night.
This Iftar is always a great opportunity for people of different groups to meet together, catch up with old friends, get to know new ones and hold relaxed conversations over good food, celebrating the togetherness we already achieved.
This year we all felt that the Iftar had additional significance. It was held while war activities were going on around the country and it took determination to hold it in spite of the mere fear and the frustration due to the circumstances.
In this context, our getting together and the fact that so many people joined, carries a wider message. We state by it our commitment not to be influenced by present currents but continue working to reverse the current itself until it flows in the direction it should – until we all realize that we are brothers and that our well-beings depend on each other.
We delivered this strong message with hardly mentioning the "situation". We did not allow ourselves to be captive of the present but insisted on strengthening our seed of the better future. As we usually do.
We call upon you, who read this update, to join us. Wherever you may be – you can be an active part of the Interfaith Encounter Association and its work. Please contact us and we will gladly tell you how.
After we all ate, we gathered around a one big table with coffee and sweets and shared our personal experience of the fast. People shared social issues, such as strengthening family connections or experiencing poverty in order to care for the poor as well as personal issues, such as an opportunity to take a break of the regular life and reflect or being aware of the issues the fast commemorates (the start of the giving of the Quran in Islam and the destruction of the second Temple in Judaism). People also shared what they did that day: some were totally immersed in the hardship of fasting, some were able to reflect, some fasted without noticing and some did not fast at all… And there was even one person who does not usually fast but fasted yesterday so that the experience of breaking the fast will be full…
We are very grateful to Ms. Yael Gianyan, Chair of IEA Board and Mr. Salah Aladdin, IEA's Assistant Director, for organizing this most meaningful and successful event.