Berichte und Aktivitäten:

Unsere Vision für die Zukunft (2019)

Liebe Mitglieder und Freunde,
Der Intern. Rat (Council) der IARF ist Ende März in Tokio zusammengetreten und hat einen ganzen Tag über die Zukunft der IARF nachgedacht. Der Rat stimmte einstimmig einer Erklärung  seiner Zukunftsvision zu.
Wir hoffen, dass dies in den kommenden Jahren ein Schwerpunkt für die Tätigkeit des IARF sein wird, und wir freuen uns darauf, von der Arbeit der Mitgliedergruppen Chaptern zu hören und zu planen, um diese Vision umzusetzen. Wir müssen zusammenarbeiten, um dies zu ermöglichen.
Mit besten Grüßen, Robert Ince, Präsident: IARF
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Der Intern. Rat (Council, erweiterter Vorstand) der IARF, der sich gerade in Tokio getroffen hat, möchte seine Erkenntnisse und Visionen über die Zukunft der IARF mit Euch teilen. Die IARF ist eine Basisbewegung, die die Arbeit von Einzelpersonen fördert und unterstützt, die im Namen religiöser Freiheit handeln. Wir möchten in jedem Menschen die Verpflichtung zu diesem
Handeln verankern (Religion is a call to action, Anm. des Verfassers).
Wir sind stolz auf unsere Geschichte als älteste internationale interreligiöse Organisation der Welt. Wir möchten den Menschen, die im letzten Jahrhundert so viel zu unserer Arbeit beigetragen haben, unsere tiefe Dankbarkeit aussprechen. Wir werden immer die Position jedes Einzelnen und die Traditionen unserer Mitglieds- und Glaubensgruppen respektieren.
Daher ermutigen wir alle Mitglieder, gemeinsam auf folgende Ziele hinzuarbeiten:

  1. Minderheitenreligionen
    Für die Ziele der IARF ist es von grundlegender Bedeutung, dass wir Mitglieder von Religionen unterstützen die eine unterdrückte Minderheit in der eigenen Gesellschaft geworden sind. Zu diesem Zweck möchten wir all diese Situationen protokolieren, um dann auf die Bedürfnisse dieser Menschen eingehen zu können.
  2. Jugend
    Die jungen Menschen der Welt werden die Führungskräfte von morgen sein, daher ist es wichtig, dass ihnen geholfen wird die Verantwortlichkeiten der gesamten Zivilgesellschaft zu verstehen. Um dieses Ziel zu erreichen, erkennen wir die großen Vorteile des kulturellen Austauschs und die Notwendigkeit an, junge Menschen zu Anwälten für Menschenrechte und Frieden auszubilden. Wir werden das RFYN-Netzwerk auf der ganzen Welt erweitern und junge Menschen dazu ermutigen, auf allen Ebenen der IARF mitzuwirken.
  3. Menschenrechte und Verantwortlichkeiten
    Wir müssen Anwälte gegen die Verletzung dieses Menschenrechts werden. Unser grundlegendes Ziel ist der Schutz der Religionsfreiheit, wie in Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte beschrieben ist und wir sollten ein Bewusstsein für die damit verbundenen Pflichten und Verantwortlichkeiten schaffen. Wir müssen Anwälte gegen die Verletzung dieses Menschenrechts werden. Dies ist die Reise von Mensch zu Mensch.
  4. Vereinte Nationen und EU
    Wir waren bereits bei den Vereinten Nationen in New York und Genf sowie im Europäischen Parlament vertreten. Wir haben diese Gelegenheit nicht genutzt und dies muss sich ändern. Obwohl IARF International derzeit nicht in der Lage ist, finanzielle Unterstützung zu leisten, bitten wir das EME und das US-Chapter, die Führung zu übernehmen, um sicherzustellen, dass wir diese Chance maximieren und zur Arbeit der IARF im Sinne dieser Vision beitragen unter der Leitung des Intern. Rates ( Council).
  5. Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und religiösen Führern
    Wir sollten Arbeitsbeziehungen mit anderen Organisationen aufbauen und pflegen, die unsere Ziele in bestimmten Bereichen teilen und gegebenenfalls als Partner zusammenarbeiten. Wir möchten auch den Dialog mit Religionsführern außerhalb unserer Mitgliederorganisationen aufbauen und aufrechterhalten.


Weitere Themen:

  • Friedenskommission.

Wir unterstützen die IARF- Friedenskommission und freuen uns, von ihnen die Details ihrer Pläne für zukünftige Aktivitäten zu erhalten.

  • Interreligiöser Dialog

Wir wissen nicht, ob der interreligiöse Dialog Teil unserer Rolle bei der
Verteidigung der Religionsfreiheit ist und möchten darüber weiter nachdenken. Wir würden uns freuen, die Gedanken unserer Mitgliedsorganisationen zu hören, bevor wir uns zu weiteren Aktivitäten verpflichten.

  • Fundamentalismus

Der Fundamentalismus ist eine wichtige Quelle der Disharmonie in der Welt, die wir mit äußerster Besorgnis betrachten. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt glauben wir jedoch, dass andere Organisationen besser in der Lage sind, sich mit diesem Problem zu befassen, und daher sollten wir unsere Ressourcen nicht dafür einsetzen. Wir möchten jedoch die Stimme des liberalen Islam aktiv unterstützen.

  • Kommunikation

Wir sind uns sehr bewusst, dass die Kommunikation zwischen dem Council
(Intern. Rat) der IARF und unseren Mitgliedsorganisationen und unseren einzelnen Mitgliedern verbesserungswürdig ist, wenn wir unsere Vision erfüllen wollen. Wir müssen alle unsere Aktivitäten koordinieren und uns gegenseitig über unsere Pläne und Erfolge informieren. Wir gehen davon aus, dass wir innerhalb von 3 Monaten eine komplett neue Website einrichten werden, von der wir hoffen, dass sie auch mit den Websites unserer Mitglieder verbunden ist. Wir möchten dringend Inhalte für diese neue Website erhalten. Was wir von unseren Mitgliedern erhoffen Wir, der Council (Intern. Rat) der IARF sind uns einig, dass dies der richtige Weg für die IARF ist, und wir hoffen, dass Sie dies unterstützen werden. Wir bleiben jedoch offen für neue Ideen und die Gedanken aller unserer Mitglieder.
Wir bitten die regionalen Organisationen und Chapter, Pläne zu erstellen, um mindestens eines dieser Ziele zu erreichen und ihre Pläne mit dem Council zu teilen. Wir erwarten, dass alle unsere Pläne unter Berücksichtigung der individuellen Autonomie und der Umwelt, der Welt, in der wir leben, umgesetzt werden.

Wir haben eine weitere Bitte an unsere Mitglieder:


In den letzten Jahren hat die IARF durch den Verkauf eines Teils der Rücklagen viele Initiativen unterstützt und finanzielle Unterstützung für zuschusswürdige Aktivitäten gewährt. Das können wir nicht länger aufrechterhalten. In diesem Jahr werden wir nur noch Zuschüsse in Höhe von insgesamt 3.500 USD bereitstellen. Dennoch belasten uns unsere Gemeinkosten, vor allem für unseren Administrator Lukasz Liniewicz und führen zu einem erheblichen Defizit. Zur Unterstützung unserer gemeinsamen Vision ermutigen wir Sie alle, über die festgelegten Beitragssätze hinaus, großzügig zu spenden.


Für und im Namen des Intern. Rat (Council)
Robert Ince

(Übersetzung: Wolfgang Jantz)

Orginaltext in Englisch:

Our Vision for the Future
The new International Council, meeting in Tokyo, wish to share with you our vision for the future of
the IARF.
The IARF is a grass roots organisation where we promote and support the work of individuals in the
cause of religious freedom. We wish to foster personal commitment to action in everyone.
We are proud of our history as the world’s oldest international interfaith organisation; we would like
to record our deep gratitude to those who have contributed so much in the last century to our work.
We will always respect the position of any individual and the traditions of our member groups and
faith groups worldwide.
Therefore, we encourage all our members to work together towards the following objectives:
1. Minority Religions
It is fundamental to the objectives of the IARF that we support members of religions who have become
an oppressed minority in the own society. To this end, we wish to compile and maintain a record of
all such situations and then take steps to address the needs of such people.
2. Youth
The young people of the world will be tomorrow’s leaders, so it is important that they are helped to
understand the responsibilities that we all have in any civil society to respect other faiths and
humanity in general. To achieve this goal, we recognise the great benefits of cultural exchange and
the need to train young people to become advocates for human rights and peace.
We will expand the RFYN network across the world and encourage young people to participate at all
levels of the IARF.
3. Human Rights and Responsibilities
It is our fundamental aim to protect Religious Freedom as described in Article 18 of the Universal
Declaration of Human Rights and we should create awareness of the duties and responsibilities that
this implies. We must become advocates against the violation of this human right. This is the journey
of a human being to being human.
4. United Nations and EU
We already have been given a presence at the United Nations in New York and Geneva and at the
European Parliament. We have not utilised this opportunity and this must change. Although IARF
International doesn't have the capacity to give financial support now, we look to the EME and the US
Chapter to take the lead to ensure we maximise this opportunity and to contribute to the work of the
IARF within the spirit of this vision and with the guidance of the International Council.
5. Working with other organisations and religious leaders
We should create and maintain working relationships with other organisations who share our
objectives in particular fields and will look to working as partners where this is appropriate.
We also wish to create and maintain dialogue with religious leaders who are outside our membership
organisations.
International Association for Religious Freedom
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Other Issues
Peace Commission
We support the IARF Peace Commission and look forward to receiving from them the details of their
plans for future activities.
Interfaith Dialogue
We are undecided as to whether interfaith dialogue is part of our role in defending religious freedom
and wish to reflect on this further. We would be pleased to listen to the thoughts of our member
organisations before making any commitment to further activities.
Fundamentalism
Fundamentalism is a major source of disharmony in the world which we view with extreme concern.
However, at this point in time, we believe other organisations are better placed to confront this issue
and therefore this is not an issue upon which we should expend our resources. However, we do wish
to actively support the voice of liberal Islam.
Communication
We are very much aware that communication between the International Council and our member
organisations and our individual members is in need of improvement if we are to fulfil our vision. We
will need to co-ordinate all our activities and inform each other of our plans and achievements. We
anticipate that within 3 months we will launch a completely new website that we hope will also be
connected to our member’s websites. We would like to receive content for this new website as a
matter of urgency.
What we need from our members
We, the International Council, are united in our belief that this is the right way forward for the IARF
and we hope that you will give your support to it. However, we will remain open to new ideas and the
thoughts of all our members.
We ask that regional organisations and chapters put together plans to address at least one of these
objectives and share their plans with the International Council.
We expect that all our plans will be undertaken with respect for individual autonomy and respect for
the environment, the world in which we live.
We have one further request to our members;
Over recent years, the International Organisation has supported many initiatives and given grants to
worthy activities by selling off a portion of our investments. We can no longer sustain this approach
and this year we will only commit to a few grants totalling of $3,500. Nevertheless, our overhead cost,
primarily for our administrator, Lukasz Liniewicz, leaves us with a significant shortfall. In support of
our common vision, we encourage you all to give generously to the IARF, in addition to the figure set
by the Council.
For and on behalf of the Council,
April 2019
Robert Ince: President

 

 

 


IARF EME Regional Conference, Tetovo FYR Macedonia (2016)

Die Regionalkonferenz Europa und Mittlerer Osten (Europe and Middle East, kurz: EME) der IARF (International Association of Religious Freedom) findet in diesem Jahr 2016 vom 22. bis 25. August in Tetovo, Republik Mazedonien, statt. Gastgeber sind der Bektashi-Orden in Zusammenarbeit mit dem European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR). Die Regionalkonferenz findet alle vier Jahre statt und beschäftigt sich diesmal mit dem Thema:

Religion und Konfliktprävention

Das Programm und die Anmeldemöglichkeit finden Sie hier:

https://iarf.net/eme-regional-conference-2016-programme-and-registration

Oder Sie senden das ausgefüllte Formular an luke@iarf.net.

Achtung: Teilnehmer aus Deutschland können sich um Kostenzuschüsse bewerben bei der DMi, der deutschen Regionalgruppe der IARF.

Kontakt: Pascal Schilling, p.schilling@freireligioese-offenbach.de

oder: Wolfgang Jantz [email protected]

Der Bektashi-Orden in Mazedonien
An der Schnittstelle von Orient und Okzident, aus der Begegnung von Christentum und Islam, hat sich auf dem Balkan eine eigene Lebens-, Kultur- und Religionsvorstellung entwickelt: Der Bektashi-Orden. Die Bektashi verstehen sich eher als Glaubensrichtung und formieren sich erst nach und nach als feste Konfession, die von mönchsähnlich lebenden Derwischen geleitet wird. Sie lehren einen toleranten Islam und widersetzen sich der Vereinnahmung durch eine große Konfession.
Erst seit Kurzem sind die Bektashi Mitglied beim IARF. Wytske Dijstra, die Vorsitzende der IARF Regional Gruppe Europa und mittlerer Osten, und Annelies Trenning vom Niederländischen Chapter haben unsere neuen Freunde in Mazedonien besucht.

Das ECCHR
Das European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) ist eine gemeinnützige und unabhängige Menschenrechtsorganisation mit Sitz in Berlin. Sie wurde 2007 von einer kleinen Gruppe renommierter Menschenrechtsanwälte gegründet, um die Menschenrechte, die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie anderen Menschenrechtsdeklarationen und nationalen Verfassungen garantiert werden, mit juristischen Mitteln zu schützen und durchzusetzen. Dabei fühlen wir uns dem kreativen und effektiven Gebrauch des Rechts als Motor für gesellschaftliche und soziale Veränderungen verpflichtet. Das ECCHR will Menschenrechtsanwälte und Menschenrechtsaktivisten weltweit besser vernetzen, um ihr Wissen und ihre Erfahrung im Kampf um Menschenrechte auszutauschen und gemeinsam Strategien über die Grenzen hinweg zu entwickeln. http://www.ecchr.eu/de/home.html

 

 

 

EME Regional Conference 2016
Wytske Dijstra (links) folgte der Einladung der Bektashi in Mazedonien an den Tisch des Dedebaba (Abt).
Wolfgang Jantz, Unitarier, Annelies Trenning, IARF, Fatime Sulejmani, Bektashi, und Wytske Dijstra, IARF, auf dem Unitariertag 2015.
Annelies Trenning und Wytske Dijstra stellen das Buch „A Light of Guidance“ von Arben Sulejmani vor.
Neben Besuchern aus vielen Ländern Europas durfte der Unitariertag 2015 auch eine Vertreterin des Bektashi-Ordens, Fatime Sulejmani, begrüßen (ganz rechts).
Brücke der Religionen: Fatime Sulejmani macht aufmerksam auf die Bektashi und ihre Lebenssituation zwischen Islam und Christentum (Unitariertag 2015 in Worms). Kontakt: [email protected]; Kaiserwall 9, 45657 Recklinghausen

34. IARF-Weltkongress in Birmingham (2014)

Chamberlain clock tower

 

Der 34. IARF-Weltkongress findet vom 24. bis 27. August 2014 in Birmingham (Großbritannien) unter dem Motto „Challenges for Religious Freedom in the Digital Age“ statt. Dieser IARF-Weltkongress dürfte wieder eine spannende, glaubensübergreifende Veranstaltung werden, die wichtige Einblicke in Religion und Kultur verschafft. Das Eingangsreferat wird Karen Armstrong halten, eine der renommiertesten Religionswissenschaftlerinnen, die bekannt ist als provokante Querdenkerin.

Es wird auch ein Ausflugsprogramm angeboten. Z.B. in die nahe gelegene Geburtsstadt von Shakespeare Stratford upon Avon.

https://iarf.net/

 


Gute Nachrichten aus dem Mittleren Osten - Fastenbrechen in Beir Safafa (2014)

Am Dienstag, den 15. Juli 2014, hatten wir, wie fast jedes Jahr seit 2004, ein Treffen zu einem gemeinsamen Abendessen um das muslimische Ramadan-Fasten sowie das jüdische Fasten, das sich auf den 17. Tammus bezieht, gemeinsam zu beenden. Dutzende Menschen gesellten sich zu uns – meist Juden und Muslime, aber auch Christen – in einem schönen Restaurant in der Ortschaft Beit Safafa, mit einem herrlichen  Ausblick auf Jerusalem bei Nacht.
Das Iftar ist immer eine große Chance für die Menschen der verschiedenen Gruppen, sich zu treffen, alte Freunde wiederzusehen und neue Freunde zu gewinnen, entspannte Gespräche über gutes Essen zu führen und so das Zusammensein zu feiern. Das haben wir schon erreicht.
Dieses Jahr hatten wir alle das Gefühl, dass Iftar eine zusätzliche Bedeutung bekommt. Es fand statt, während im ganzen Land Kriegshandlungen im Gange waren, und es erforderte eine gewisse Entschlossenheit, um das Treffen ungeachtet der Angst und der Frustration unter diesen besonderen Umständen abzuhalten.
In diesem Zusammenhang und auch weil so viele Menschen kamen, lag in unserem Treffen eine besondere Botschaft. Wir verpflichteten uns, uns nicht von gegenwärtigen Strömungen beeinflussen zu lassen, sondern weiter daran zu arbeiten, den Strom selbst umzukehren, bis er in die Richtung fließt, in die er fließen sollte: bis wir alle erkennen, dass wir Brüder sind und dass unser aller Wohlergehen voneinander abhängt.
Wir gaben diese klare Botschaft, ohne ausdrücklich die „Situation“ zu erwähnen. Wir erlaubten  uns selbst nicht,  uns von der Gegenwart gefangen nehmen zu lassen. Wir beharrten jedoch darauf, unsere Ideen für eine bessere Zukunft verstärkt weiterzuverbreiten, wie wir es normalerweise tun.
Wir appellieren an Sie, die Sie diese Zeilen lesen, sich uns anzuschließen. Wo Sie auch sind – Sie können ein aktiver Teil der Interfaith Encounter Association und ihrer Arbeit werden. Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf und wir werden Ihnen gerne sagen, wie Sie unser Anliegen unterstützen können: www.interfaith-encounter.org
Nachdem wir zusammen gegessen hatten, versammelten wir uns um einen großen Tisch mit Kaffee und Süßigkeiten und teilten unsere Erfahrungen, die wir während des Fastens gemacht hatten. Es ging um soziale Fragen, wie die Stärkung der Familienbeziehungen, Armutserfahrungen, aber auch um persönliche Erlebnisse, um die Gelegenheit, eine Pause vom  Alltagsleben zu nehmen, aber auch um sich über die Gründe des Fastens klar zu werden und darüber nachzudenken oder um sich an den Ursprung des Fastens zu erinnern (die Übergabe des Koran im Islam, im Judentum die Zerstörung des zweiten Tempels in Jerusalem).
Die Menschen teilten auch mit, was sie an diesem Tag erlebt hatten, einige waren ganz in die Schwierigkeiten des Fastens eingetaucht, einige waren in der Lage zu reflektieren, einige fasteten, ohne es zu bemerken, und manche fasteten überhaupt nicht … Es gab auch eine Person, die in der Regel nicht fastet, aber am Vortag des Iftar gefastet hat, um die Erfahrung des Fastenbrechens zu erleben.
Wir  danken ganz herzlich Frau Yael Gianyan, Vorstandsvorsitzende der IEA, und Herrn Salah Alladin, Stellvertretender Direktor der IEA, für die Organisation dieser bedeutungsvollen  und erfolgreichen Veranstaltung.
Dr. Yehuda Stolov, Geschäftsführender Direktor der Interfaith Encounter Association
Mail:     [email protected]

Mr. Salah Alladin, Stellvertretender Direktor



Was geschah am 17. Tammus?


Die historischen Geschehnisse des 17. Tammus beziehen sich auf Ereignisse, die am 9. Aw ihren Höhepunkt erreichten. So wurde sowohl bei der Belagerung Jerusalems durch Nebukadnezar im Jahr 586 vor der Zeitrechnung als auch bei der Eroberung durch die Römer unter Kaiser Titus im Jahr 70 nach der Zeitrechnung am 17. Tammus eine entscheidende Bresche in die Stadtmauer geschlagen, wodurch die Zerstörung des jeweiligen Tempels erst ermöglicht wurde. Des Weiteren entdeckte Moscheh (Moses) am 17. Tammus, dass sein Volk während seiner 40-tägigen Abwesenheit auf dem Berg Sinai ein Goldenes Kalbe errichtet hatte und es umtanzte, worauf er die empfangenen Gesetzestafeln zerbrach. Weitere Ereignisse in der jüdischen Geschichte, die dem 17. Tammus zugeschriebene werden, sind das Aufstellen eines Götzenbildes im Tempel und die erstmalige Verbrennung einer Tora-Rolle durch einen griechischen Offizier (Apostomos?).

(Text im Orginal:)

On Tuesday, 15 July 2014 we held, as we do nearly every year since 2004, a dinner encounter of jointly breaking the Muslim Ramadan fast and the Jewish fast of 17 Tamuz. Dozens of people joined us – mostly Jews and Muslims but also Christian – in the beautiful restaurant in the village of Beit Safafa, overlooking the magnificent sight of Jerusalem at night.
This Iftar is always a great opportunity for people of different groups to meet together, catch up with old friends, get to know new ones and hold relaxed conversations over good food, celebrating the togetherness we already achieved.
This year we all felt that the Iftar had additional significance. It was held while war activities were going on around the country and it took determination to hold it in spite of the mere fear and the frustration due to the circumstances.
In this context, our getting together and the fact that so many people joined, carries a wider message. We state by it our commitment not to be influenced by present currents but continue working to reverse the current itself until it flows in the direction it should – until we all realize that we are brothers and that our well-beings depend on each other.
We delivered this strong message with hardly mentioning the "situation". We did not allow ourselves to be captive of the present but insisted on strengthening our seed of the better future. As we usually do.
We call upon you, who read this update, to join us. Wherever you may be – you can be an active part of the Interfaith Encounter Association and its work. Please contact us and we will gladly tell you how.
After we all ate, we gathered around a one big table with coffee and sweets and shared our personal experience of the fast. People shared social issues, such as strengthening family connections or experiencing poverty in order to care for the poor as well as personal issues, such as an opportunity to take a break of the regular life and reflect or being aware of the issues the fast commemorates (the start of the giving of the Quran in Islam and the destruction of the second Temple in Judaism). People also shared what they did that day: some were totally immersed in the hardship of fasting, some were able to reflect, some fasted without noticing and some did not fast at all… And there was even one person who does not usually fast but fasted yesterday so that the experience of breaking the fast will be full…
We are very grateful to Ms. Yael Gianyan, Chair of IEA Board and Mr. Salah Aladdin, IEA's Assistant Director, for organizing this most meaningful and successful event.