„Ich bin überzeugt, dass alles in dieser Welt miteinander verbunden ist. … gab und gibt es in mir ein „Wissen“ darum, dass ich Teil eines größeren Ganzen bin. Weiß ich das? Nein, ich glaube das! … … Es mussten noch viele Jahre vergehen, ehe ich verstanden (!) hatte, dass das Kernelement aller Religionen tatsächlich „Liebe“ ist: die Liebe zum Göttlichen, die Liebe zu den Symbolfiguren des jeweiligen Glaubens, die Liebe zum Nächsten … Spannenderweise brauchte es noch viel länger, ehe ich selbst eine weiteren Liebe entdecken konnte: die Liebe zu mir selbst! Diese Liebe, so scheint es mir, ist ein Schlüssel. Sie beruhigt mich, tröstet mich, versöhnt mich und baut mich auf. Sie erzeugt die Gewissheit, Teil eines größeren – vielleicht der großen Einheit zu sein. Möglicherweise entspricht sie auch dem, was andere „Spiritualität“ nennen. Sie „lebt“ aber nicht in meinem Kopf, sondern in meinem Herzen (oder Bauch?). Darum kann ich sie nicht „denken“, sondern muss sie ermöglichen, muss ihr den notwendigen Raum geben zu entstehen.“

Aus dem Artikel von von Jörg L. "Elefant im Dunkeln"

(Unitarische Blätter 02/2016-S.52)